Gesangvereine leisten ihren Beitrag für Gesellschaft

  1. Sängertag des Waldeckischen Sängerbundes in Schmillinghausen
    gibt Impulse

Schmillinghausen – Der Vorsitzende des Waldeckischen Sängerbundes
(WSB), Bruno Mecke, begrüßte Delegierte aus 47 Mitgliedsvereinen zum 93.
Sängertag in der Festscheune Schmillinghausen. Es galt, ein Jahr voller Proben, Herausforderungen, Konzerte und Erfolge Revue passieren zu lassen,
mutig in die Zukunft zu schauen und den Delegierten als Sprachrohr von
1530 aktiven Sängerinnen und Sängern sowie 2524 fördernden Mitgliedern,
neue Impulse mit auf den Weg zu geben.
Zu der Sängergemeinde im Waldecker Land gehören auch der MGV Schmillinghausen, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, und der Schmillinghäuser Frauenchor. Als Gastgeber ließen sie es sich nicht nehmen, unter der Leitung von Helen Zaloga ein Ständchen zu singen. Spätestens beim Lied „Waldecker Wind“ fielen auch die Delegierten in den Gesang mit ein. Besonders erfreulich ist für Mecke die gute Jugendarbeit, die sich in 113 Kindern und Jugendlichen in zwei Jugendchören und vier Kinderchören im Waldeckischen Sängerbund widerspiegelt – für ihn ein Zeichen dafür, dass Chorgesang Generationen verbindet. Da konnte der Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes, Klaus Trollhagen, nur zustimmen. Er berichtete außerdem von der Aufgabe im Mitteldeutschen Sängerbund, die Männerchöre zu erhalten. Im Waldecker Bereich bestehen derzeit neben 33 Männerchören, neun Frauenchöre, 28 gemischte Chöre sowie die Kinder- und Jugendchöre und eine Instrumentalgruppe.
Gerade die Vielfalt sei eine große Stärke des WSB und zeige laut Mecke, dass
hier Chorgesang ebenso traditionell wie modern, generationsübergreifend
und gemeinschaftsstiftend gelebt werde. Wichtige Bausteine, um den Chorgesang zu erhalten, seien hierbei Projektchöre, die Kooperation mit Schulen, gemeinsame Auftritte, digitale Angebote und gezielte Nachwuchsförderung.
Um diese Arbeit leisten zu können, ist der WSB nicht nur auf Ehrenamtliche
angewiesen, die neben dem Gesang auch Aufgaben im Verein und auf Verbandsebene übernehmen. Auch die Förderer spielen eine wichtige Rolle. Einer von ihnen, Landrat Jürgen van der Horst, unterstrich in seinen Grußworten, warum die Unterstützung der Chöre für den Landkreis nicht ganz uneigennützig sei. Das Ehrenamt im Allgemeinen und das kulturelle Angebot seien zwei wichtige Faktoren. „Unsere beider Aufgabe ist es, Jugendliche im
Landkreis zu halten. Sie leisten für den Zusammenhalt in den Orten einen
wertvollen Dienst“, fasste van der Horst zusammen.
Mit Andreas Horlebein (MGV Concordia Rhoden), Heinrich Schluckebier (Gesangverein Basdorf), Ellen Ständecke (Gesangverein Eintracht Helmighausen) und Gabriele Alsdorf (SK Edertal) wurden vier Sänger geehrt, die diese Maxime seit Jahrzehnten leben und sich in den Vorständen ihrer Vereine engagieren.
HEIKE SAURE Bericht aus der Waldeckischen Landeszeitung 10.03.2026